Sipgate: Wer hier den Ton abgibt.

Mitarbeiter-Porträts bei Sipgate Düsseldorf.
Gezeichnete Mitarbeiter-Porträts bei Sipgate.

Sipgate entwickelt digitale Festnetz- und Mobilfunkprodukte. Seit 2010 arbeitet das Unternehmen aus Düsseldorf maximal agil – und ist dafür sogar national bekannt. Einblicke in eine Welt ohne Vorgesetzte, Überstunden oder Abteilungen.

 

Sipgate Düsseldorf.


Randfakten.

- Festnetz- und Mobilfunkanbieter

- Rund 150 Mitarbeiter
- Office in Düsseldorf Unterbilk


Wie Sipgate arbeitet.


Der Open Friday.

Jeden zweiten Freitag können die Mitarbeiter von Sipgate das tun, was sie für das Unternehmen am wertvollsten erachten. Die Terrasse bepflanzen, ein Fachbuch lesen oder zwischen 10 und 16 Uhr Barcamp-Sessions veranstalten, an denen interessierte Kollegen teilnehmen können. Stets geht es um den Wissensaustausch und die Chance, Neues auszuprobieren.

 

Durch die Sessions am Open Friday haben wir eine Menge Meetings abgeschafft. Denn hier klären wir unsere Probleme, Fragen oder Ideen“, betont Melanie Schwarz, die sich bei Sipgate um die Social Media Kommunikation kümmert. Das ganze Format funktioniert freiwillig. Wer nichts beizutragen hat oder aus der Agenda nichts für sich mitnehmen kann, darf jederzeit gehen.

 

Die Teams.

Vormittags treffen sich bei den „Daily Stand-Ups“ alle Mitglieder eines Teams und besprechen aktuelle Aufgaben – in maximal 15 Minuten. Teams sind in dem Kontext nicht das Marketing, die Personalabteilung oder der Vertrieb. Sortiert wird nach Produkten. Zum Beispiel: UX-Designer, Entwickler und Kundenbetreuer kommen zusammen, um für ihr Produkt selbstständig und crossfunktional ein neues Feature zu launchen. Schnell, flexibel und eigenverantwortlich.

 

Zurück zu den fachlichen Wurzeln geht es dann in den Communities. Hier treffen sich regelmäßig die identischen Rollen – so zum Beispiel alle Entwickler zur Dev-Community. Dadurch sammelt sich vergleichbare Expertise zum Austausch an einem gemeinsamen Ort.

 

Hierarchien.

Gibt es so nicht. Müsste man Sipgate ein Organigramm aufzwingen, ständen obligatorisch die beiden Geschäftsführer, Tim Mois und Thilo Salmon, ganz oben. Zwischen ihnen und allen anderen Mitarbeitern der Firma passe höchstens die Ebene Operations and Product Owner (Oppo), bestehend aus einer Handvoll Personen, die langjährig dabei und mittlerweile für die strategische Ausrichtung zuständig sind.

 

Aus diesem Grund findet ein Bewerbungsgespräch auch nicht mit Vorgesetzten oder der Personalabteilung statt. Das Team, in dem der Bewerber einsteigen soll, fällt die Entscheidung – denn im Zweifel sind es genau die Menschen, die auch eine Kündigung aussprechen müssen. Bedeutet: Sipgate legt grundsätzlich hohen Wert auf die sorgfältige Auswahl neuer Mitarbeiter.  

 

Lebenslanges Lernen.

Beim Thema Fortbildungen treten in Unternehmen zumeist die gleichen Probleme auf. Zu wenig Budget, keine transparente Organisation, mangelnde Eigenmotivation. Wieso nicht einfach ein offenes Board neben den Toiletteneingang hängen und jedem Mitarbeiter mindestens einmal pro Tag – so die Theorie vom gesunden Stoffwechsel – zeigen, in welchen Bereichen sich die anderen fortbilden? Es geht dabei sowohl um Inspiration als auch um Selbstkontrolle, nämlich zu schauen, ob das Interesse am persönlichen Update verhältnismäßig ist. Zwangsläufig kommt es auch hier auf die Eigenverantwortung und Ermessensfähigkeit jedes Einzelnen an.    

 

Ein limitiertes Fortbildungsbudget gibt es dabei nicht. „Tatsächlich nicht“, versichert Melanie Schwarz auf Nachfrage hin. „Man spricht sich im Team ab, ob das Thema sinnvoll ist, bildet unter Umständen eine Gruppe und haut die Buchhaltung an, Anreise und Unterkunft zu regeln.“ So investierte Sipgate im Jahr 2015 insgesamt 524.000 Euro in die Weiterbildung der eigenen Crew.

 

Sticky Sipgate.

Keine Frage: Im Office von Sipgate dominiert die Farbe Gelb. Stickies und Post-its kleben an Türen, Wänden, Boards und Glasscheiben. Sie dienen der Transparenz und dem gemeinsamen Denken – und machen in ihrer Anzahl sogar optisch was her. Apropos Optik: Beim Betreten des Büros zeigt sich schnell, dass hier das Konzept von New Work auch räumlich umgesetzt wird.

Bürokonzept von Sipgate.


Das eigene Restaurant.

Restaurant von Sipgate Düsseldorf
Einblicke in die Küche von Sipgate.

Es erinnert ein wenig an Google und Co.: Getreu dem Motto „Kein Gericht zweimal“ versorgt das eigene Restaurant von Sipgate die Mitarbeiter mit einem stets individuellen, kostenlosen Frühstücks- und Mittagsangebot. Gekocht wird à la Carte – hausgemacht, bio, meist regional. Und auch das Küchenteam arbeitet natürlich lean und agil: vom wöchentlichen Planungstreffen bis zum Austausch mit Küchenchefs anderer Restaurants. Die fertigen Gerichte landen schließlich auf einer langen Tafel. Bewusst – denn getrennte Tische ersticken den Kontakt zu fachfremden Kollegen.

 

Die eigene Kunstsammlung.

Rund um die Uhr beobachten 260 Augen den Eingangsbereich von Sipgate – mal kritischer, mal freundlicher. Persönlichkeiten eben, die auf 130 Mitarbeiter-Porträts festgehalten sind. Handgezeichnet, eingerahmt und  beeindruckend charakteristisch. Dahinter steckt der Künstler Cornelius Quabeck, der seit einigen Jahren fleißig die Mitarbeiter-Wand von Sipgate gestaltet und die Kunstsammlung kuratiert. Und das nicht ohne Verluste. Denn wer das Unternehmen verlässt, darf sein Porträt mitnehmen.

 

Ein Stockwerk höher das nächste Highlight. 92 Bilder des schottischen Künstlers Paul McDevitt, die er traditionell zu seinem Geburtstag in nur 24 Stunden entworfen hat. Dazu sind Werke von Dirk Skreber, Thomas Struth und weiteren Künstlern in den Räumlichkeiten verteilt.

 

Spaß und Unterhaltung.

Eine proportionale Work-Life-Balance ist im Konzept von New Work ein wesentlicher Bestandteil. Doch sollen Arbeit und Privates tatsächlich beste Freunde werden, braucht es Maßnahmen vor Ort. Der Kickertisch, die Tischtennisplatte, das Bällebad oder die Hängematte bei Sipgate sind zwar nur eingekauftes Spielzeug. Die Tatsache jedoch, dass Mitarbeiter sie täglich nutzen, Freunde und Bekannte dazu einladen, macht das Büro zu einem Ort der Begegnung – im privaten wie im beruflichen Kontext. Passend dazu hostet Sipgate zum Beispiel Konzerte, die Nacht der Museen oder verschiedene Meetups.

 

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